Hösbach

Zwei geplatzte Lkw-Reifen - sieben beschädigte Fahrzeuge

VPI Aschaffenburg

Bei platzenden Lkw-Reifen ist meist zu beobachten, dass sie aufgrund des hohen Reifenfülldrucks explosionsartig zerbersten. Dabei werden immer wieder Teile der Lauffläche und Teile der scharfkantigen Stahl-Karkasse weggesprengt und verteilen sich auf der Fahrbahn. Nicht selten werden auch Teile der Radabdeckung oder des Kotflügels davongeschleudert. Diese weggesprengten Teile verursachen immer wieder bei nachfolgenden Fahrzeugen Schäden. Für die Fahrer der nachfolgenden Fahrzeuge ist es dabei von besonderer Bedeutung, die Herrschaft über ihr Fahrzeug zu behalten. Nicht selten ereignen sich nämlich wegen reflexartiger Ausweichversuche folgenschwere Unfälle, die bei besonnener Fahrweise hätten vermieden werden können.

Schlimmere Folgen hatten die beiden Unfälle vom Montag und heutigen Dienstag nicht. Allen Fahrzeugführern gelang es, ihre Fahrzeuge sicher zum Stehen zu bringen. Gegen 14.10 Uhr platzte in der A 3-Einhausung bei Goldbach/Hösbach in Fahrtrichtung Frankfurt an einem Lastzug aus dem Emsland am Anhänger ein Reifen. Die Reifenteile verteilten sich über alle drei Fahrstreifen und wurden von drei nachfolgenden Pkw überfahren. Die Schadenssumme an allen vier Fahrzeugen beläuft sich auf etwa 3.100 Euro. Die Pkw blieben noch bedingt fahrbereit und konnten weiterfahren. Am Lastzug musste vor der Weiterfahrt erst der defekte Reifen ausgewechselt werden. Beim Räumen der Reifenteile von der Fahrbahn wurde der Verkehr kurz angehalten, später konnte er wieder zweispurig links an dem defekten Lastzug vorbeifließen. Es bildete sich kurzzeitig ein Rückstau von einigen Kilometern Länge.

In der Nacht zum heutigen Dienstag ereignete sich dann auf der A 3 bei Bischbrunn im dortigen Baustellenbereich (derzeit sechsspuriger Ausbau) der zweite Unfall. Hier platzte gegen 03.00 Uhr in Fahrtrichtung Frankfurt an einem Sattelzug aus Münchberg ein Reifen. Ein nachfolgender Sattelzug aus Aichach und drei Pkw wurden durch die Reifentrümmer beschädigt. An den nachfolgenden Sattelzug zerriss es dabei sogar die Leitung der Druckluftbremse. Der Zug war deshalb zunächst nicht mehr fahrbereit und musste vor Ort repariert werden. Der Reifenwechsel am Zug aus Münchberg erfolgte ebenfalls vor Ort. Er konnte hierzu in den abgesperrten Baustellenbereich bugsiert werden. Von den drei geschädigten Pkw war einer ebenfalls nicht mehr fahrbereit. Er kam gerade noch bis zur nahe gelegenen Rastanlage Spessart und musste von dort aus abgeschleppt werden. Die weiteren beteiligten Fahrzeuge konnten die Unfallstelle auf den eigenen Rädern verlassen. Die Schadenshöhe beträgt etwa 7.500 Euro. An der Unfallstelle kam es anfangs zu einer kurzen Vollsperrung der A 3 mit entsprechender Staubildung. Nach dem Räumen der Unfallstelle löste sich der Rückstau relativ schnell wieder auf. Gegen 05.15 Uhr war der Einsatz beendet.

vd/VPI Aschaffenburg

Main-Echo NEWS

Aktuelle Nachrichten aus deiner Region direkt auf dein Handy.