Lohr

Zahlreiche Fahrzeuge beim "Tuning-Day" in Lohr kontrolliert

Polizei Lohr

Einige wenige Pkw-Fahrer werden auf Weisung der Polizei einen Termin mit ihrer Kfz-Werkstatt vereinbaren und mit einem Bußgeld rechnen müssen. Ein Fahrzeug musste durch die Ordnungshüter an Ort und Stelle aus dem Verkehr gezogen werden.

Zu diesem Tuning-Day erwartete die Polizei im Vorfeld zahlreiche Autofreunde, deren Fahrzeuge technisch verändert sind. Um festzustellen, ob bei diesen Veränderungen alle Vorschriften beachtet wurden, wurde die Lohrer Dienststelle von Kolleginnen und Kollegen unterstützt, die sich auf diesem sehr speziellen Gebiet entsprechende Fachkenntnisse erworben haben. Zeitgleich kam an beiden Tagen in und um Lohr verstärkt die Laserpistole zum Einsatz, um die Einhaltung der geltenden Geschwindigkeitsvorschriften zu überwachen.

Insgesamt wurden an beiden Tagen knapp 100 Fahrzeuge kontrolliert. Vier Verkehrsteilnehmer wurden wegen der Überschreitung der Geschwindigkeit gebührenpflichtig verwarnt. Drei Pkw-Fahrer waren so schnell, dass es mit einer Verwarnung nicht mehr getan war, sondern in diesen Fällen ein Bußgeld verbunden mit einem Punkt in Flensburg fällig war. In keinem Fall war die Geschwindigkeit so hoch, dass mit dem Bußgeld ein Fahrverbot hätte ausgesprochen werden müssen.

Erstaunliche zehn Fahrer und Fahrzeuginsassen wurden in Höhe von 30 Euro verwarnt, da sie den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatten.

Technische Veränderungen am Auto führten in acht Fällen zu einem Bußgeld und Punkten. Beispielhaft wurden hier Fahrwerke verbaut und in die Fahrzeugpapiere nicht eingetragen, unzulässige Veränderungen an den Auspuffanlagen vorgenommen oder die montierten Fahrzeugreifen mussten beanstandet werden. Die Pkw-Fahrer erhielten von der Polizei die Erlaubnis zur vorläufigen Weiterfahrt. Innerhalb einer gesetzten Frist müssen sie jedoch nachweisen, dass ihr fahrbarer Untersatz den Vorschriften entspricht.

In einem Fall vom Sonntagvormittag waren die Veränderungen jedoch so gravierend, dass die Weiterfahrt sofort untersagt werden musste. Der Fahrzeughalter hatte nachträglich ein elektronisch steuerbares Luftfahrwerk eingebaut. Gleichzeitig waren an den Radkästen Schleifspuren und Gummiabrieb der montierten Reifen erkennbar. Insgesamt ergab sich der Verdacht der unsachgemäßen Montage oder Manipulation, wodurch die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt wurde. Die technische Untersuchung eines Kfz-Sachverständigen muss Klarheit ergeben. Solange bleibt das Fahrzeug sichergestellt. 

 

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