Marktheidenfeld

Wildunfälle mit schlimmen Folgen: Sechs Verletzte, hoher Schaden

Polizei Marktheidenfeld

Zudem entstanden jede Menge Blechschäden, die von der Polizei vorläufig auf rund 13000 € beziffert werden.
 
Der erste Unfall ereignete sich, gegen 17.15 Uhr, auf der Staatsstraße zwischen Marktheidenfeld und Lengfurt. Eine 29-jährige Autofahrerin, die mit ihrem Pkw Skoda in Richtung Lengfurt unterwegs war, kollidierte kurz nach der Kläranlage mit einem Reh. Das Stück blieb verendet auf der Fahrbahn liegen.  Die Fahrerin eines nachfolgenden Autos hielt ihr Fahrzeug rechtzeitig vor dem Hindernis an. Auch er Fahrer eines direkt nachfolgenden Pkw erkannte die Situation und kam ebenfalls zum Stehen. Zu spät reagierte dann aber eine nachfolgende 26jährige Autofahrerin und krachte in das vor ihr befindliche Fahrzeug. Durch die Wucht des Aufpralles wurden die beiden vorderen Fahrzeuge aufeinander geschoben.  

In einem Pkw erlitten der Fahrer, dessen Beifahrerin und ein auf dem Rücksitz befindlicher Jugendlicher leichte Verletzungen. Ebenso erging es den beiden Teenagern im Fahrzeug der Unfallverursacherin.
Die insgesamt 5 Verletzten wurden vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Die Einsatzkräfte der FFW Marktheidenfeld waren für verkehrslenkenden Maßnahmen und Säuberungen an der Unfallstelle ebenfalls im Einsatz.
 
Mehrere Stunden später zog sich dann ein 57jähriger Radfahrer auf der Kreisstraße MSP 12 zwischen Waldzell und Ansbach bei einem Sturz mittelschwere Verletzungen zu. Ein Autofahrer hatte, gegen 22.15 Uhr, einen Zusammenstoß einem Reh, das dabei getötet wurde. Dieser stellte sich dann sofort zur Absicherung mit seinem Fahrzeug in unmittelbarer Nähe zu dem Tierkörper auf. Ein zeitgleich vorbeikommender Radler erkannte kurz vor Einbruch der Dunkelheit das Hindernis zu spät und kam zu Fall. Mit Schürfwunden und Verdacht auf eine Gehirnerschütterung wurde er ins Krankenhaus gebracht.
 
Sein Fahrrad blieb nahezu unbeschädigt.
 
 
Tierschutz bedeutet auch - Fahren mit Verstand und runter vom Gas!!
 
Die Polizei Marktheidenfeld richtet an alle Autofahrer wieder einmal einen dringenden Appell, nachdem sich Wildunfälle aktuell wieder häufen.
 
Die Rehe haben in den letzten Tagen ihre Kitze zur Welt gebracht. Alle Muttertiere sind nun häufig und auch tagsüber zur Futtersuche unterwegs, um ausreichend Milch für den Nachwuchs produzieren zu können. Das hohe Gras an den Straßenrändern führt dazu, dass die Tiere sich auch dort aufhalten und erst spät zu erkennen sind. Ein totes Reh bedeutet im Augenblick auch immer, dass der noch hilflose Nachwuchs keinerlei Überlebenschance hat und erbärmlich verhungern muss!
 
Daher Tempo rausnehmen und aufmerksam Fahren!
 
 
 
Sachbeschädigung
Marktheidenfeld/Lkr. Main-Spessart
 
 
Wie die Polizei Marktheidenfeld nachträglich erfuhr, hat ein Unbekannter wischen Mittwoch und Freitag vergangener Woche eine von drei Fahnen der Stadt Marktheidenfeld auf dem Adenauerplatz stark beschädigt. Diese waren im Gedenken auf die Opfer des Terroranschlags in Manchester auf Halbmast gesetzt.
 
Der entstandene Schaden wird auf rund 450 € beziffert.
 
Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zur Tat machen können, sich unter Tel. 09391/9841-0 zu melden.
 
 
Main-Echo NEWS

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