Kreuzwertheim

Waldbrand in Kreuzwertheim: Schwierige Löscharbeiten bis in die Nacht

Rund 60 Feuerwehrleute im Einsatz

Foto: Dominik Pagio

Nach Informationen unserer Redaktion alarmierte ein Wanderer gegen 16.30 Uhr die Feuerwehr. Mitten im Wald oberhalb der Schleuse Eichel loderten die Flammen.

Zuerst überlegte die Einsatzzentrale, einen Hubschrauber zum Löschen anzufordern. Da das Feuer zu der Zeit auf einer Fläche von lediglich 150 Quadratmetern brannte, entschied man, auf die Helikopter-Unterstützung zu verzichten. Allein die Vorbereitungen dafür hätten zu lange gedauert.

Die Brandbekämpfung vom Boden aus entpuppte sich vor Ort allerdings als extrem schwierig. Grund: Der Brandherd lag mitten im Wald. Der Weg dorthin ist steil und unwegsam, für die Feuerwehrautos nicht zu erreichen. Nun mussten die Feuerwehrleute vom Main hoch zu dem Brandherd, über eine Strecke von über zwei Kilometern, eine Wasserleitung bauen. Mittlerweile hatte sich das Feuer auf einen Fläche von rund 450 Quadratmetern ausgeweitet.

Die Einsatzleitung bat die Bergwacht Frammersbach um Hilfe. Mit deren Geländewagen gelang es, Pumpen und sonstiges Material entlang der Schlauchstrecke bis zum Feuer mitten im Wald zu transportieren.

Damit das Wasser vom Main die Höhe der Feuerstelle erreicht, musste die Feuerwehr die Wasserleitung immer wieder mit Pumpen versehen.

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Gegen 21.30 waren die rund 60 Feuerwehrleute aus Kreuzwertheim und Nachbargemeinden weiterhin im Einsatz. Einsatzkräfte hatten die Flammen mit Feuerpatschen zwar bereits erfolgreich bekämpft. Um zu verhindern, dass Winde Glutnester wieder entfachen und erneut einen Waldbrand auslösen, musste die komplette Umgebung um den Brandherd mit Wasser gelöscht werden. Der Einsatz dauerte bis nach Mitternacht.

Ursache des Feuers ist wohl eine Feuerstelle. Seitens der Polizei Marktheidenfeld heißt es: "Es konnte eine Lagerfeuerstelle gefunden werden, von der als Brandursache ausgegangen wird. Offensichtlich wurde diese errichtet, um dort zu grillen. Augenscheinlich war diese fluchtartig verlassen worden. Ein Stock mit Grillgut blieb noch zurück."

Bei der Feuerwehr herrscht große Empörung. Die Verursacher hätten billigend in Kauf genommen, dass Feuerwehrleute sich möglicherweise mit Corona anstecken. Bei den mühevollen und anstrengenden Arbeiten sei es überhaupt nicht möglich gewesen, immer einen Sicherheitsabstand zwischen den Frauen und Männern zu wahren, heißt es gegenüber unserer Redaktion.

Dominik Pagio/mai

Anmerkung der Redaktion: Der Text wurde am Montagvormittag (6. April) aktualisiert

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