Russischsprechende „Schockanrufer“ weiterhin aktiv

Foto: Quelle Polizei Unterfranken

Russischsprechende „Schockanrufer“ weiterhin aktiv – Rentnerin übergibt rund 2.000 Euro an Unbekannten

BAYERISCHER UNTERMAIN. Die Serie von sogenannten „Schockanrufen“ setzt sich fort. So wurden der Kripo Aschaffenburg am Mittwoch aus Erlenbach und Obernburg zwei neue Fälle gemeldet, bei denen die dreisten Betrüger erneut ihr Glück versuchten. In einem Fall waren sie erfolgreich und türmten mit 2.150 Euro. Mit einem zweiten Versuch scheiterten die Täter an der Aufmerksamkeit des Angerufenen.

Wie bereits mehrfach berichtet, ist die Betrugsmasche mit dem altbekannten Enkel- oder Verwandtentrick vergleichbar und in der jüngsten Vergangenheit auch in Unterfranken vermehrt festzustellen. In nahezu allen gemeldeten Fällen sprach der Anrufer russisch. Die Opfer sind fast ausschließlich Personen mit russischem bzw. osteuropäischem Migrationshintergrund.

So auch in Erlenbach gegen 16.00 Uhr, als eine 66-Jährige einen Anruf von einem Mann erhielt, der sich als ihr Sohn ausgab. Aufgeregt schilderte er, er habe bei einem Verkehrsunfall ein Mädchen angefahren, welches jetzt schwer verletzt sei und sofort notoperiert werden müsse. Dafür brauche er sofort 30.000 Euro. Dieser Schock wirkte offenbar bei dem Opfer, denn kurze Zeit später klingelte es an der Haustüre der Rentnerin und sie übergab einem Unbekannten 2.150 Euro, die sie zu Hause hatte. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass die Geschichte frei erfunden war und das Geld jetzt weg ist.

Bereits am Mittwochvormittag gegen 10.00 Uhr hatte das Telefon bei einem 75-jährigen Obernburger geklingelt. In diesem Fall gab sich ein Unbekannter als Anwalt aus und teilte dem Rentner mit, dass sein Sohn einen Unfall verursacht habe, bei dem ein Kind schwer am Kopf verletzt worden ist. Dies mache eine sofortige Operation erforderlich, die mit 23.000 Euro zu Buche schlägt. Im Verlauf des weiteren Gesprächs roch der Senior allerdings den Braten und beendete das Telefonat.

Ihre Polizei rät daher:
- Seien Sie misstrauisch, wenn Personen am Telefon hohe Geldbeträge von Ihnen fordern.
- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
- Rufen Sie die übliche Nummer des Verwandten an.
- Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht persönlich kennen.
- Verständigen Sie sofort über den Notruf „110“ die Polizei.
Wir wollen, dass Sie sicher leben!


Ungeprüfte Originalmeldung der Polizei Unterfranken
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