Weibersbrunn/Bischbrunn

Randalefahrt mit Alkohol am Steuer und Wut im Bauch

Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach

Beamte der Autobahnpolizei mussten am Dienstagmittag gegen 14 Uhr auf der A 3 im Spessart eine 47-Jährige aus dem Kreis Hildburghausen aus dem Verkehr ziehen. Die Frau saß mit knapp drei Promille Alkohol im Blut am Steuer ihres Opels und fuhr in Richtung Frankfurt. Auf der Strecke verursachte sie bei Bischbrunn und später bei Weibersbrunn zwei Unfälle und machte keinerlei Anstalten, anzuhalten. Die beiden Geschädigten folgten ihr nach den Unfällen bis in ein Industriegebiet bei Waldaschaff und konnten sie dort stoppen. Später äußerte sie als Ursache für ihr seltsames Verhalten „Wut wegen familiärer Probleme“.

Was war auf der Straße passiert? Zunächst hatte die Frau mit ihrem Opel an der Baustellenüberleitung am Rohrberganstieg (derzeit sechsspuriger Ausbau der A 3) einige der am linken Fahrstreifen aufgestellten Warnbaken gerammt. Zugleich zog sie nach rechts und fuhr einem auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden VW Tiguan aus dem Kreis Tauberbischofsheim in die linke Seite.

Ohne anzuhalten fuhr die Frau weiter in den Baustellenbereich hinein. Im Baustellenbereich schloss sie auf dem linken Fahrstreifen auf einen VW Golf aus Düsseldorf auf und bedrängte diesen durch dichtes Auffahren. Weil der Golf nicht schnell genug Platz machte, überholte die Frau diesen kurzerhand verbotswidrig rechts. Dabei stieß sie mit der linken Seites ihres Opel gegen die Beifahrerseite des VW Golf. Auch hier hielt die Frau nicht an und fuhr weiter.

Die beiden Fahrerinnen des VW Tiguan und des VW Golf hefteten sich an die Fersen des Opel und fuhren ihm nach. An der Ausfahrt Besssenbach-Waldaschaff verließ der Opel die A 3 und fuhr nach Waldaschaff, wo er im Industriegebiet am Ortseingang von den Verfolgerinnen gestoppt wurde. Ein durchgeführter Alkoholtest bei der 47-Jährigen ergab eine Atemalkoholkonzentration von 2,94 Promille! Die Frau musste sich einer Blutprobe unterziehen und ihren Führerschein abgeben.

Die Weiterfahrt wurde unterbunden und die Frau und ihr Pkw später Angehörigen übergeben. Verletzt wurde bei den Karambolagen zum Glück niemand. Die Schadenshöhe beträgt etwa 18.000 Euro, wobei der größte Anteil den Opel der Verursacherin trifft. Er ist beidseitig beschädigt. Die beiden unfallbeteiligten Frauen konnten mit ihren Fahrzeugen die Fahrt notdürftig fortsetzen.

kev/Meldung der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach

Main-Echo NEWS

Aktuelle Nachrichten aus deiner Region direkt auf dein Handy.