Aschaffenburg

Plastikabfälle brennen in Aschaffenburger Recycling-Firma - Ein Verletzter

Selbstentzündug als mögliche Brandursache


Bilderserie: Ralf Hettler

Durch die hohe Hitzeentwicklung ist inzwischen direkt über der Brandausbruchstelle ein Teil des Blechdachs eingestürzt. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Euro oder mehr. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Die Kripo Aschaffenburg ist vor Ort und ermittelt.
 
Gegen 3 Uhr hatten drei Arbeiter der Nachtschicht einer Recyclingfirma in der Römerstraße in einer Lagerhalle für Industrieabfälle Feuer entdeckt. In der ca. 100 Meter langen und 20 Meter breiten Halle, die in sechs Boxen unterteilt ist, wird bis unter das Hallendach geschredderter Industrieabfall gelagert, der im späteren Verlauf sortiert wird. In einer dieser 20 mal 8 Meter großen Boxen ist der Brand ausgebrochen. Durch die große Hitzeentwicklung verformte sich das Blechdach und stürzte im Verlauf der Löscharbeiten über dieser Box teilweise ein.
 
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil der Müll zunächst mit Radladern aus der Halle gebracht und auseinandergezogen werden muss, um ihn gründlich abzulöschen. Die Nachlöscharbeiten dauern auch am Dienstagnachmittag noch an, noch immer sind hier rund 50 Wehrleute im Einsatz. Insgesamt müssen 2.000 bis 2.500 Kubikmeter geschredderter Plastikmüll aus der Stahlbetonhalle gebracht und abgelöscht werden. Das heißt: Der Müll wird auseinandergezogen und abgelöscht. "Wir müssen hier alles einmal auf links drehen, denn wenn wir ein Glutnest übersehen, können wir moirgen wieder ausrücken", sagte Stadtbrandinspektor Walter Fleckenstein.
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Der Müll wird anschließend auf drei Lkws verladen und abtransportiert. Nach wie vor werden von der Feuerwehr Messungen durchgeführt, die aber zu keinem Zeitpunkt erhöhte Messwerte im Bereich des Brandortes ergeben haben.
 
Inzwischen hat der Brandsachbearbeiter der Kripo seine Arbeit vor Ort aufgenommen. Dabei wurde am Vormittag festgestellt, dass das Feuer in einer von insgesamt sechs Boxen ausgebrochen war. Dort lagerte zum Zeitpunkt des Brandausbruchs ein etwa 10 Meter hoher Müllberg aus geflocktem Kunststoffrecyclingmaterial.

Nach den bisherigen Erkenntnissen deutet vieles darauf hin, dass sich das Recyclingmaterial selbst entzündet hat und dann auf die davor gestapelten etwa ein Kubikmeter großen gepressten Kunststoffballen übergriff. Bei dem Material handelt es sich um den Inhalt gelber Säcke, der in nicht unerheblichem Maße Anhaftungen von Lebensmittelresten enthält.

Durch die Hitzeeinwirkung war das Blechdach über der betroffenen Box verformt worden und deshalb stark einsturzgefährdet. Es wurde inzwischen teilweise abgenommen. Die Löscharbeiten vor Ort, bei denen seit den frühen Morgenstunden insgesamt 110 Feuerwehrleute aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg eingesetzt sind, dauern nach wie vor an.

Polizei Unterfranken/mai/dc
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