Aschaffenburg/Goldbach

Nach Unfall: Polizei richtet deutliche Worte an Autofahrer

Verbotenerweise im Baustellenbereich gedreht

"Bei zahllosen Autofahrern war die lebensgefährliche Verhaltensweise zu beobachten, dass sie einfach wendeten und auf der Gegenrichtung zurückfuhren. Dies trotz Lautsprecherdurchsagen im Tunnel durch die Tunneltechnik, mit denen auf das Verbot hingewiesen wurde. Auch die Lautsprecherdurchsagen von anfahrenden Einsatzkräften zeigte dabei keine Wirkung", so die Meldung der Polizei.

Unter anderem kam den Rettungskräften, die wegen des Staus im Baustellenbereich mit Motorrädern anrücken mussten, plötzlich ein Tross aus rund 15 Fahrzeugen entgegen. Sie alle hatten im Baustellenbereich gewendet und damit laut Polizei nicht nur ihr Leben, sondern auch das der Rettungskräfte gefährdet. Die Sache war derart ernst, dass die Helfer sogar erwogen, die Rettung abzubrechen.

Die Polizei warnt zudem vor den hohen Kosten, die auf die Autofahrer zukommen: Wer wendet oder entgegengesetzt fährt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 400 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen. Dies auch dann, wenn dabei nichts passiert. Kommt es beim Wenden zu einem Unfall, droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und ein längerfristiger Entzug der Fahrerlaubnis.

Zwei der illegal wendenden Autofahrer wurden bereits erwischt. Einer davon konnte noch vor Ort angehalten werden - und zeigte keinerlei Einsicht: "Der Gipfel dabei war die von dem Betroffenen an den Tag gelegte Gleichgültigkeit gegenüber der Gesetzeslage und der gezeigte grenzenlose Egoismus im eigenen Verhalten gegenüber anderen", so die Meldung der Polizei.

vd/VPI Aschaffenburg

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