Polizei Unterfranken

Nach Todesfall - Leichnam obduziert - Fremdeinwirkung ausgeschlossen

Nach Todesfall - Leichnam obduziert - Fremdeinwirkung ausgeschlossen

Würzburg. Nachdem Passanten am Sonntagmorgen im Stadtteil Sanderau eine leblose Person auf dem Gehweg entdeckt hatten, konnte inzwischen die Todesursache des 58-Jährigen festgestellt werden. Eine Obduktion ergab, dass der Mann eines natürlichen Todes verstorben war. Ein Fremdverschulden kann definitiv ausgeschlossen werden.

Wie berichtet, waren die beiden Mitteiler gegen 04.20 Uhr in der Friedrich-Spee-Straße unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt lag der Mann neben einem Gebüsch und war bereits nicht mehr ansprechbar. Die Rettungskräfte trafen bereits kurze Zeit später vor Ort ein und begannen mit der Reanimation. Unter Fortsetzung der Wiederbelebungsmaßnahmen wurde die Person in ein Würzburger Krankenhaus gebracht, wo sie jedoch kurze Zeit später verstarb.

Um die genaue Todesursache zu klären, wurde der Leichnam auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg am Montag obduziert. Dabei ergab sich, dass der Mann zweifelsfrei eines natürlichen Todes verstoben war. Zwar wies der Mann leichte Verletzungen im Gesichtsbereich auf, die jedoch definitiv nicht als Todesursache in Betracht kommen.

Nachdem eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden kann, sind die Ermittlungen aus kriminalpolizeilicher Sicht abgeschlossen.

Frau von 29-Jährigen massiv bedrängt - Polizei sucht Zeugen

Schweinfurt. Auf dem Nachhauseweg von einer Diskothek ist am Sonntagmorgen eine Frau von einem 29-Jährigen massiv bedrängt worden. Der Mann versuchte erfolglos, sein Opfer in eine Grünanlage zu ziehen. Die Geschädigte konnte sich jedoch losreißen und in der Folge ein vorbeifahrendes Auto anhalten. Die Insassen diese Pkw werden nun dringend als Zeugen gesucht.

Gegen 04.15 Uhr hatte die 28-Jährige zeitgleich mit dem Beschuldigten die Diskothek verlassen. Gemeinsam traten die Beiden den Nachhauseweg an, der über die Friedrich-Stein-Straße in die Ignaz-Schön-Straße führte. Zunächst machte der Mann anzügliche Bemerkungen und wollte die Frau überreden, mit ihm auf eine Parkanlage Am Schuttberg zu gehen. Nachdem dies der Geschädigten nicht geheuer war, wollte sie die Straße überqueren und sich von ihrer "Bekanntschaft" verabschieden. Dies versuchte der Mann jedoch zu verhindern, indem er die 28-Jährige umklammerte und festhielt.

Nach einem anschließenden Gerangel ist es der Frau jedoch gelungen, sich loszureißen und ein vorbeifahrendes Auto anzuhalten. Dieses fuhr die junge Dame schließlich nach Hause. Am Sonntagnachmittag meldete die Geschädigte den Vorfall schließlich bei der Polizei. Die Kripo Schweinfurt hat daraufhin die Sachbearbeitung übernommen und ermittelt nun gegen den 29-jährigen Ortsansässigen wegen des Verdachts einer versuchten Sexuellen Nötigung.

Nun bitten die Ermittler darum, dass sich die beiden Insassen des von der Geschädigten angehaltenen Pkw melden. Die 28-Jährige konnte durch den Schock keine näheren Angaben zu dem jungen Paar machen.

Auch weitere mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Kripo Schweinfurt, Tel. 09721/202-1731, in Verbindung zu setzen.

Verdächtiger Gegenstand auf Parkplatz gefunden - weggeworfener Lederkoffer war ungefährlich

Würzburg/Lengfeld. Ein kleiner alter Lederkoffer auf dem Parkplatz eines Möbelhauses an der Mainfrankenhöhe hatte am Montagnachmittag kurzfristig einen Polizeieinsatz zur Folge. Die vorsorgliche Überprüfung des Gegenstandes durch einen Polizeihund brachte aber schnell Entwarnung. Der Koffer war leer und offenbar dort weggeworfen worden, so dass die zeitweise Teilsperrung des Parkplatzes schnell wieder aufgehoben werden konnte.

Wechseltrickbetrüger und Schmuckdiebe in Unterfranken unterwegs

Unterfranken. In den vergangenen Tagen haben Geldwechselbetrüger und Schmuckdiebe mehrere Tausend Euro Bargeld und hochwertigen Schmuck erbeutet. In insgesamt sechs Fällen versuchten die Täter in Banken und einem Supermarkt durch diverse Geldwechseltricks, an Bares zu gelangen. Dreimal blieben sie jedoch erfolglos. Zudem waren im Landkreis Main-Spessart Schmuckdiebe unterwegs, die durch geschickte Ablenkungsmanöver eine Goldkette und eine Armbanduhr entwenden konnten.

Am Freitagvormittag, gegen 11.00 Uhr, tauchte in einem Juweliergeschäft in der Marktheidenfelder Innenstadt ein südländisches Paar auf, das sich zunächst Goldschmuck zeigen ließ und sich dann für den Kauf zweier Goldketten und eines Armbandes entschied. Nachdem die Täter erst bei der Bank Geld wechseln wollten, ließen sie die Ware zurück. Später entdeckte der Verkäufer das Fehlen einer Goldkette im Wert von 1.400 Euro. Der ca. 45-jährige Mann und seine zehn Jahre jüngere Begleiterin waren sehr elegant gekleidet. Er sprach gebrochen deutsch sowie englisch, spanisch und portugisisch.

Im zweiten Fall, über den bereits berichtet wurde, war ebenfalls ein Pärchen unterwegs. Diesmal ließen sich die beiden gegen 12.00 Uhr in einem Lohrer Schmuckgeschäft eine Armbanduhr zeigen. Während eines Ablenkungsmanövers nahm die Frau die Uhr im Wert von mehreren Hundert Euro an sich. Beide verschwanden anschließend. Der Diebstahl wurde erst kurze Zeit später bemerkt.

Der erste Geldwechseltrickbetrug ereignete sich am Donnerstagnachmittag, gegen 15.10 Uhr, in einer Bankfiliale in Ebelsbach im Landkreis Haßberge. Dort wollte ein ca. 30 Jahre alter Mann acht 500-Euro-Scheine in Hunderter gewechselt haben. Nach dem Wechselvorgang verlangte der Mann, das ausgehändigte Geld in Dollarnoten umzutauschen. Bei der Rückgabe der 100-Euro-Scheine fehlten, wie sich später herausstellte, insgesamt 1.500 Euro.

Im zweiten Fall tauchte ein Unbekannter am Freitag, gegen 10.20 Uhr, in einer Bankfiliale in Triefenstein-Lengfurt (Lkr. Main-Spessart) auf. Als er bei dem Geldwechselvorgang seinen Ausweis vorzeigen sollte, flüchtete er ohne Beute. Eine Dreiviertelstunde später betrat vermutlich derselbe Täter eine Bankfiliale in Hafenlohr. Dort ging er mit exakt derselben Masche wie tags zuvor in Ebelsbach vor. Auch hier sollten Fünfhunderter zunächst in 100-Euro-Scheine und anschließend in Dollar gewechselt werden. Beim Zählen der zurückgegebenen Hunderter wurde ein Fehlbestand von 2.000 Euro festgestellt. Daraufhin machte sich der Betrüger aus dem Staub. Der Mann wird wie folgt beschrieben:

Ca. 165 cm groß, ca. 40 Jahre alt, schwarze kurze Haare, kräftige Figur, sprach gebrochen deutsch; trug schwarze Jacke, graue Stoffhose, beiges Hemd, Lederschuhe sowie eine auffällige, karierte Schieber-Mütze.

Gegen 14.00 Uhr hatte vermutlich derselbe Täter eine Bankfiliale in Aschaffenburg betreten. Auch dort ließ er acht 500-Euro-Scheine in Hunderter wechseln. Als ihm der Umtausch in Dollar sowie die Rückgabe der Fünfhunderter verweigert wurde, verließ er die Bank ohne Beute.

Ebenfalls erfolglos war eine kleine ca. 25-jährige Frau nur zehn Minuten später in einer Bank in der Luitpoldstraße. Sie trug ein auffallend geblümtes Kleid und wollte 3.500 Euro in 50-Euro-Scheine gewechselt bekommen. Der Umtausch in Dollarnoten wurde ihr verweigert. Als sie schließlich ihre Hunderter wieder zurückforderte und dafür der Bankangestellten das Bündel mit 50-Euro-Noten zurückgab, fehlten beim Nachzählen zunächst 1.650 Euro. Darauf angesprochen, sagte die mutmaßliche Trickbetrügerin, dass das fehlende Geld noch auf dem Tresen liege. Ein Schaden entstand somit nicht.

Mehrere hundert Euro erbeutete ein Pärchen am Freitagmittag bei einem weiteren Wechseltrickbetrug in einem Supermarkt in Mömbris (Lkr. Aschaffenburg). Gegen 12.40 Uhr wollte ein Mann 20-Euro-Scheine in Fünfziger mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben gewechselt haben. Er "unterstützte" die Verkäuferin bei der Suche nach dem richtigen Buchstaben, in dem er sich ein Geldbündel aushändigen ließ. Währenddessen lenkte seine Komplizin eine andere Kundin durch ein Gespräch ab. Beim späteren Kassensturz ergab sich ein Fehlbestand von 550 Euro.

Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt die Fälle zum Anlass, vor dem Auftreten weiterer Trickbetrüger zu warnen. Insbesondere der Bitte, Geld zu wechseln, sollten Privatpersonen nicht nachkommen, da die Täter oft arbeitsteilig vorgehen und mit Ablenkungsmanövern arbeiten.

Raubüberfall auf 68-Jährigen geklärt - Tatverdächtiger in U-Haft

Höchberg, Kreis Würzburg. Nachdem am vergangen Mittwoch ein 68-Jähriger in seinem Haus in der Hauptstraße mit einem Elektroschockgerät angegangen und beraubt worden ist, hat die Kriminalpolizei Würzburg einen Tatverdächtigen ermittelt. Gegen den Mann erging Haftbefehl und er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Wie bereits berichtet, hatte sich ein zunächst Unbekannter am Mittwochabend, gegen 20.50 Uhr, Zutritt in das freistehende Einfamilienhaus des 68-Jährigen verschafft. Mit einem Elektroschocker attackierte der Täter den Hausbesitzer und forderte dabei die Herausgabe von Bargeld. Nach einem Gerangel, bei dem der Geschädigte auch leicht verletzt wurde, griff der Unbekannte ein Küchenmesser und bedrohte den Rentner. Nachdem der Täter in der Folge einige hundert Euro in seinen Besitz gebracht hatte, fesselte er den 68-Jährigen an den Händen und machte sich mit seiner Beute davon.

Eine sofort eingeleitete Großfahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, musste ergebnislos abgebrochen werden. Noch am Abend übernahm die Kriminalpolizei Würzburg die weitere Sachbearbeitung. In der Folge sind intensive Ermittlungen angelaufen, die die Kripo Würzburg in ständiger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft geführt hat. Hierbei haben sich dann nach und nach die Hinweise auf einen 48-Jährigen verdichtet. Kriminalbeamte nahmen den Mann aus dem Landkreis Main-Spessart am Freitagmittag schließlich fest.

Der mutmaßliche Täter wurde am vergangenen Samstag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Würzburgs vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl und der 48-Jährige landete im Gefängnis. Gegen ihn wird nun wegen Schweren Raubs und Körperverletzung ermittelt.

Ungeprüfte Originalmeldungen der Poliezi Unterfranken

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