Mann mit Gasmaske zückt Pistole in Aschaffenburger Café

Aufregung in der Innenstadt

Wie die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, war der Mann zunächst ohne Maske in einem Café in der Wermbachstraße aufgetaucht. Gäste des Cafés berichteten laut Polizei, dass der Mann zunächst wortlos an einen Tisch im Lokal gegangen sei und dort einen Schlüssel und einen Geldschein auf den Tisch gelegt habe. Danach habe er sich die Gasmaske über den Kopf gestülpt und die Waffe aus dem Hosenbund gezogen. Dabei handelte es  sich um eine Schreckschusspistole, also eine Nachbildung einer Waffe, die nicht dafür vorgesehen ist, Projektile abzufeuern.

Niemanden konkret bedroht Die Polizei betont, dass der 30-jährige Aschaffenburger niemanden konkret bedroht hat und nicht gesprochen habe. Anschließend lief der Mann zu einem benachbarten Anwesen. Der Einsatzleiter der Polizeiinspektion Aschaffenburg ließ aufgrund der unklaren Sachlage das Mehrfamilienhaus umstellen. Im Einsatz waren insgesamt zehn Polizeistreifen. Nach kurzer Zeit erschien ein 30-Jähriger am Hauseingang, auf dem die   Personenbeschreibung passte. Er wurde von Polizeikräften festgenommen.
Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten die beschriebene Gasmaske und auch eine Schreckschusspistole. Weiter waren ein Elektroschocker, Pfefferspray und ein Messer in der Wohnung gelagert. Auch diese Gegenstände wurden vorläufig sichergestellt. 
Der 30-Jährige wurde in eine psychiatrische Einrichtung eingeliefert. Hinweise darauf, dass der 30-Jährige eine schwerwiegende Straftat verwirklichen wollte, liegen bislang nicht vor. Nina Lenhardt/Polizei Aschaffenburg
O-Ton Peter Häusingr, Kriminaloberkommissar

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