Schiff bleibt an Schleuseneinfahrt Klingenberg hängen

Gütermotorschiff „Karin" erneut auf Abwegen


Bilderserie vom Havaristen vom 19. Januar: Christian Weyer

Nachdem sich das Schiff am Donnerstagmorgen im Bereich Trennfurt quer gelegt hatte, blieb es am Sonntagnachmittag bei der Einfahrt in die Schleuse Klingenberg an der Schleusenwand hängen. Nach ersten Erkenntnissen entstand aber kein Sachschaden. Jetzt musste die „Karin“ auf amtliche Anordnung ihre Weiterfahrt erst einmal unterbrechen.

Am Samstagnachmittag machte der 50-jährige Kapitän dann wieder von sich reden. Beim Einfahren in die Schleuse Klingenberg lag die „Karin“ erneut quer, so dass dem Schiffsführer nur mit großer Mühe die Einfahrt gelang. Allerdings fuhr das Gütermotorschiff gegen die Schleusenwand. Der Aufprall war jedoch so gering, dass offenbar kein Schaden entstand. Nach den vorliegenden Erkenntnissen gab es auch an den Schleusen Heubach und Wallstadt Probleme, ohne dass hier etwas passiert wäre.

Beamte der Wasserschutzpolizei Aschaffenburg und Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes führten daraufhin erneut eine Kontrolle durch und entschieden anschließend, dass der Kapitän an der Schleuse Wallstadt bis auf Weiteres festmacht. In die Entscheidung darüber, wie es mit der „Karin“ weiter geht, wird auch der Eigentümer des Schiffes miteinbezogen.

Das mit 1000 Tonnen Stahl beladene Schiff hatte in dieser Woche bundesweite Schlagzeilen gemacht, weil es am Donnerstag gegen 7 Uhr im Bereich der Autobahnbrücke bei Trennfurt mit dem Heck an einer Aufschüttung zur Stromregulierung hängen geblieben war. Das 85 Meter lange Schiff legte sich in der Folge quer und blockierte bis in die Nacht zum Freitag den Main komplett. Sämtliche Versuche, die „Karin“ mit Hilfe eines Eisbrechers und eines zweiten Schiffes freizubekommen, waren misslungen.

 In der Nacht kam dann aufgrund des wegen Hochwassers stark gestiegenen Mainpegels der Bug des Schiffes wieder frei. Am Freitagmorgen wurde dann auch das Heck freigeschleppt. Nach einer Untersuchung u.a. durch einen Sachverständigen konnte das Gütermotorschiff seine Fahrt wieder fortsetzen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Havarie ohne größere Schäden über die Bühne gegangen war. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass bei dem Vorfall vieles für menschliches Versagen spricht.

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Polizei Unterfranken

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