Goldbacher Familiendrama

Ehemann hinterlässt Abschiedsbrief und schweigt


Bilderserie: "25-Jährige in Goldbach erstochen", Ralf Hettler/Björn Friedrich

Dies geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Unterfranken hervor.

Wie berichtet, war die 25-Jährige am Donnerstagabend von der Polizei tot in ihrer Wohnung in der Goldbacher Jahnstraße gefunden worden. Die Obduktion in Würzburg ergab, dass die junge Frau an den ihr zugefügten Stichverletzungen gestorben ist. Der 33-Jährige, Vater der gemeinsamen dreijährigen Tochter, sitzt seit Freitag in der Justizvollzugsanstalt Würzburg in Untersuchungshaft.

Der Tatverdächtige hatte am späten Donnerstagnachmittag auf der A 3 bei Erlangen einen Verkehrsunfall verursacht. Dabei war er leicht verletzt worden. Im Krankenhaus sagte er, dass seiner Ehefrau, von der er getrennt lebte, zu Hause in Goldbach etwas zugestoßen sei. Die Mediziner stellten fest, dass der 33-Jährige Schnittverletzungen am Arm aufwies, die er sich selbst zugefügt hatte.

Brief am Tatort hinterlassen: Ob diese Verletzungen auch als Ursache für den Auffahrunfall in Betracht kommen, ermittelt derzeit die Verkehrspolizei Erlangen. Fest steht, dass der 33-Jährige am Tatort einen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Über dessen genauen Inhalt halten sich die Ermittler jedoch bedeckt.
Noch in der Nacht zum Freitag waren Aschaffenburger Kriminalbeamte nach Erlangen gefahren, um den Festgenommenen zu vernehmen. Ihnen gegenüber legte der 33-Jährige ein Geständnis ab. Vor der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Aschaffenburg machte er am Freitagnachmittag jedoch keine Angaben zur Sache.

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Zu einem möglichen Motiv des 33-Jährigen könnten derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben gemacht werden, so die Polizei. Der 33-Jährige sei bislang kriminalpolizeilich nicht in Erscheinung getreten. Auch habe es bei der Familie in der Vergangenheit keine polizeilichen Einsätze gegeben. SMdA


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