42-Jähriger einschlägig vorbestraft und in Untersuchungshaft

Dreister Betrüger scheitert – Autos im Wert von 140.000 Euro im Visier

Zunächst versuchte der 42-Jährige am vergangenen Freitag bei einem Autohändler in der Goldbacher Straße sein Glück. Er sprach bei einem Verkäufer vor und zeigte Interesse an einem gebrauchten Audi A6 im Wert von rund 70.000 Euro. Um sich in Gänze von dem Wagen überzeugen zu können, bat der Mann jetzt um eine Probefahrt. Anstelle eines Ausweisdokumentes wollte der vermeintliche Interessent allerdings nur eine Kopie vorlegen. Das offenbar mit gutem Grund, denn wie sich im Nachhinein herausstellte, handelte es sich um eine Fälschung mit natürlich auch falschen Personalien.

Letztlich bat der vermeintliche Betrüger dennoch ,den Leasingvertrag für den hochwertigen Audi fertig zu machen. Das Geschäft selbst sollte dann einige Tage später erfolgen. Doch dazu kam es Dank des aufmerksamen und korrekt handelnden Verkäufer nicht. Er verständigte die Polizei.
 
Nachdem der Verdacht nahe lag, dass der Betrüger auch bei weiteren Autohäusern in der Region sein Glück versuchen könnte, informierte die Polizeiinspektion Aschaffenburg über den Mann und seine Masche. Dies war kaum geschehen, da klingelte das Telefon bei den Beamten und ein Autohaus aus der Großostheimer Straße meldete sich. Bei ihnen war der 42-Jährige am Mittwoch mit seiner 34-jährigen Begleiterin vorstellig geworden. Dieses Mal hatte er es auf einen BMW X5, ebenfalls im Wert von rund 70.000 Euro, abgesehen. Gegen 12.00 Uhr kam es dann allerdings nicht zur Übergabe der Fahrzeugschlüssel, sondern zu einem Klicken der Handschellen. 
 
Die 34-Jährige kam nach Beendigung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen und nach Rücksprache mit der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß. Der 42-Jährige, der offenbar keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde auf Anordnung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Aschaffenburg vorgeführt. Diese erließ am Donnerstag Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Betrüger und die Beamten brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.
 
Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geht nach derzeitigem Stand davon aus, dass gegen den Beschuldigten die Verhängung einer mehrjährigen Haftstrafe in Betracht kommt. Der Straftatbestand des vollendeten gewerbsmäßigen Betruges sieht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor. Der Beschuldigte ist nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft einschlägig vorbestraft und hat in der Vergangenheit eine Vielzahl von Alias-Namen benutzt. Polizei Unterfranken
Main-Echo NEWS

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