Würzburg

Bremse Defekt - Wagen der Bahn brennt - 50 Reisende aus Zug gerettet

Bahnarbeiter hatten gegen 13 Uhr in Heidingsfeld an einer vorbeifahrenden Regionalbahn Feuer im Bereich der Bremsanlagen eines Personenwagens gesehen und sofort Alram geschlagen. Der Zug musste in Winterhausen (Landkreis Würzburgs) stehen bleiben. Dort wurde der Brand, welcher an beiden Drehgestellen des dritten Wagens entstanden war, mit Pulverfeuerlöschern von Bahnmitarbeitern gelöscht. Es handelte sich hierbei um die beiden Arbeiter, die das Feuer bereits in Heidingsfeld bemerkt hatten. Sie waren selbst nach Winterhausen gefahren, um dort den Brand zu bekämpfen. Dabei zogen sie sich jedoch Atemwegsreizungen zu und mussten zur Vorsorge von Rettungssanitätern in das Klinikum Ochsenfurt gebracht werden.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte war der Brand bereits gelöscht. Wegen der starken Rauchentwicklung, die auch in die Personenwagen zog, musste die Bundespolizei die ca. 50 Reisenden aus dem Zug evakuieren. Drei weibliche Bahnbenutzer klagten im Nachgang über leichte Atemwegsreizungen. Sie wurden von Rettungssanitätern in Winterhausen behandelt, konnten aber danach noch vor Ort mit den anderen Reisenden in den nachfolgenden Zug Richtung Treuchtlingen einsteigen.

Ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen Ursache für die Feuerentwicklung war, ist zur Zeit nicht bekannt. Entsprechende Ermittlungen der Bundespolizei laufen. Nachdem der Zug in das Betriebswagenwerk am Würzburger Hauptbahnhof gebracht wurde, wird er dort morgen untersucht. Bekannt ist, dass die Bremsen des betroffenen Zugwagens feststanden und während der Fahrt blockierten.

Auf Grund der Einsatzmaßnahmen kam es zu Unregelmäßigkeiten im Bahnverkehr zwischen Würzburg und Ansbach.

Am Einsatz beteiligt waren neben Beamten der Bundespolizeiinspektion Würzburg Kräfte der Polizeiinspektion Ochsenfurt und die freiwilligen Feuerwehren aus Winterhausen, Sommerhausen, Goßmannsdorf und Eibelstadt. Zusätzlich waren Rettungsdienste des Bayerischen Roten Kreuzes und ein Notfallmanager der Deutschen Bahn AG vor Ort.

Ungeprüfte Originalmeldung der Bundespolizei

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