Polizei geht an die Öffentlichkeit

Brand in Damm war offenbar Brandstiftung - Wem gehört der Kanister?

Foto: Polizei
Bilder vom Brandort: Ralf Hettler.

Brand in Damm - Ermittler gehen von Brandstiftung aus - Wem gehört der Kanister?

ASCHAFFENBURG. Zwischenzeitlich gehen die Beamten von Brandstiftung mittels eines Brandbeschleunigers aus und haben eine achtköpfige Ermittlungskommission ins Leben gerufen, die sich ausschließlich mit dem Fall beschäftigt. Ganz gezielt bitten die Fahnder jetzt um Hinweise bezüglich eines 20-Liter-Kanisters, der mutmaßlich beim Ausbruch des Brandes eine Rolle gespielt hat. Für Hinweise sind zwischenzeitlich insgesamt 17.000 Euro ausgelobt.
 
Der Fahndungsflyer der Polizei.

Wie bereits berichtet, waren in der Nacht zum vergangenen Freitag, gegen 03.45 Uhr, die Nachbarn in der Glattbacher Straße von einem lauten Knall geweckt worden und hatte die Einsatzkräfte alarmiert. Als die Aschaffenburger Feuerwehr kurze Zeit später an dem Mehrfamilienhaus angekommen war, war die Küche eines italienischen Restaurants im Erdgeschoss in Flammen gestanden. Aufgrund der Tatsache, dass sich diese direkt neben dem Treppenhaus befindet, konnten insgesamt zehn Bewohner das Haus nicht mehr verlassen und waren von der Feuerwehr zum Teil über eine Drehleiter gerettet worden. Darunter hatte sich auch ein sechsjähriges Mädchen befunden, das eine Rauchvergiftung erlitten hatte und zur weiteren Behandlung in die Kinderklinik eingeliefert worden war. Die übrigen Geretteten waren vom Rettungsdienst und einem Notarzt ambulant versorgt worden.
 
Audiokommentar: Michael Zimmer (Polizei Unterfranken).

Noch in der Nacht hatten Kriminalbeamte der Aschaffenburger Polizei erste Ermittlungen getätigt. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass das Feuer in der im Erdgeschoss liegenden Küche des viergeschossigen Wohnhauses ausgebrochen war. Der an dem Wohnhaus entstandene Sachschaden dürfte nach bisherigen Schätzungen sicher mehr als 100.000 Euro betragen.
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Anfang der Woche wurde bei der Kripo Aschaffenburg eigens eine achtköpfige Ermittlungskommission „Cinque“ installiert, die akribisch Spuren und Hinweise auswertet. Nachdem es bislang noch keine heiße Spur gibt, setzen die Beamten mit der Veröffentlichung des Fotos eines mit hoher Wahrscheinlichkeit bei dem Brandausbruch benutzten Kanisters mit Benzin auf neue Hinweise. Ferner werden auch weiterhin Zeugen gebeten, die irgendwelche sachdienlichen Angaben machen können oder etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich unter Tel. 06021/ 857-1732 zu melden.
 
Zum Kanister. Dieser könnte eine besonders wichtige Spur zur Aufklärung des Falles darstellen. Fest steht, er gehört nicht in das betroffene Anwesen und ist dort sichergestellt worden. Es handelt sich ursprünglich um einen Wasserkanister, der als Ölkanister benutzt worden war, mit Benzin befüllt wurde und auf welchem hierzu handschriftlich die Bezeichnung „HD20w50“ in schwarzer Schrift aufgebracht wurde. Unsere Fragen:
  • Wem gehört der Kanister? Der Eigentümer soll sich bitte melden!
  • Wer kann Angaben zu einer Person machen, der dieser Kanister gehört?
  • Wer hat in der Nacht zum Freitag eine oder mehrere Personen gesehen, die mit diesem Kanister in der Glattbacher Straße in Tatortnähe unterwegs waren?
  • Wer konnte beobachten, dass ein derartiger Kanister an einer Tankstelle befüllt wurde?
  • Kann sich Tankstellenpersonal evtl. an eine Person erinnern, die mit solch einem Kanister unterwegs war?
Seitens des Bayerischen Landeskriminalamtes wurden für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 2.000,00 Euro ausgesetzt. Die Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und ist nicht für Personen bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört. Seitens einer Versicherung wurde ebenfalls eine Belohnung bis zu 15.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung des/der Täter(s) führen.
Ungeprüfte Originalmeldung der Polizei.
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