Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach

Bewaffnete Autofahrer auf A3 unterwegs

Bewaffnete Autofahrer auf A3 unterwegs

Kreis Aschaffenburg. Nahezu täglich werden Autobahnfahnder mit dem Umstand konfrontiert, dass Autofahrer bewaffnet durch die Lande fahren. Am Dienstag waren es gleich drei Fälle, die den Beamtinnen und Beamten auf der A 3 bei Aschaffenburg, Bessenbach und Weibersbrunn ins Netz gingen.

Gegen 17 Uhr fanden sie bei einem 33-Jährigen aus Nürnberg im Pkw in einer Handtasche ein sogenanntes Einhandmesser. Auch ein 43-Jähriger Pkw-Fahrer aus Kleve, der gegen 22 Uhr kontrolliert wurde, hatte ein solches Messer dabei. Es lag zugriffsbereit in der Mittelkonsole des Pkw. Da derartige Messer nach den Bestimmungen des Waffenrechts in der Öffentlichkeit nicht geführt werden dürfen, wurden sie sichergestellt.

Ebenso sichergestellt wurde gegen 17.45 Uhr ein Schlagstock, den ein 40-Jähriger aus dem Bereich von Kaiserslautern in seinem Kleintransporter liegen hatte. Auch diese Schlagwaffe unterliegt dem Führungsverbot. Auf die jeweiligen Besitzer der sichergestellten Gegenstände kommen Bußgeldverfahren zu. Nach der Anzeigenaufnahme konnten sie die Fahrt fortsetzen.

"Komisches" Gespann aus dem Verkehr gezogen

Waldaschaff, Kreis Aschaffenburg. Ein etwas „komisches“ Gespann, bestehend aus einem bulgarischen Pkw Nissan und einem britischen Anhänger mit aufgeladenem Sportboot, erweckte am Dienstagnachmittag auf der A 3 bei Waldaschaff das Interesse von Autobahnfahndern.

Zum einen sind Sportboottransporte aktuell  jahreszeitbedingt eher selten unterwegs und zum anderen sind international zusammengestellte Fahrzeugkombinationen zwar im gewerblichen Schwerverkehrsbereich üblich, nicht jedoch bei privaten Pkw mit Anhängern. Bei der Kontrolle gegen 15 Uhr bestätigte sich das Bauchgefühl der Beamten. Wie sich herausstellte, gehörte das britische Kennzeichen am Bootsanhänger nicht zu diesem Gefährt, sondern zu einem Pkw Seat.

Der 50-jährige Bulgare am Steuer hatte das Boot mitsamt dem Anhänger in Großbritannien gekauft und in einer Art „Selbstzulassung“ mit einem britischen Kennzeichen versehen. Ob er das Kennzeichen entwendet oder gefunden hat, ist derzeit noch nicht bekannt. Hierzu laufen über Interpol die entsprechenden Auslandsermittlungen. Fest steht jedoch, dass der Anhänger weder zugelassen, noch versichert oder versteuert war.

Er wurde aus dem Verkehr gezogen und sichergestellt. Auf den Bulgaren kommt ein Strafverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs, Fahrens ohne Zulassung, ohne Versicherung und ohne Entrichtung der Kfz-Steuer und  - eventuell - wegen Diebstahls des Kennzeichens oder Fundunterschlagung zu. Hierfür musste er eine Sicherheitsleistung hinterlegen und konnte anschließend mit dem Pkw ohne Anhänger die Reise in Richtung Heimat fortsetzen.
 

Frachtschiff aus dem Verkehr gezogen - Schiffseignerin wird ausfällig

Aschaffenburg. „Weiterfahrverbot“ lautete das Ergebnis der Kontrolle eines mit Weizen beladenen belgischen Frachtschiffs am Dienstag auf dem Main bei Aschaffenburg. Wie sich bei der Überprüfung von Schiff und Besatzung gegen 13 Uhr auf der Talfahrt durch eine Bootsstreife der Wasserschutzpolizei herausstellte, waren als Besatzung nur der Schiffseigner und seine Ehefrau als 2. Schiffsführerin an Bord.

Beide sind französische Staatsangehörige und sprechen nur ihre Heimatsprache. Vorgegeben ist jedoch nach den schifffahrtsrechtlichen Vorschriften, dass zumindest ein Besatzungsmitglied der deutschen Sprache mächtig sein muss. Dies dient der Sicherheit im Schiffsverkehr, denn die Besatzung muss sich über Funk mit dem Schleusenpersonal und anderen Schiffsführern absprechen können.
 
Ferner musste die Beamten beanstanden, dass das Güterschiff als Gefahrgutschiff gekennzeichnet war, obwohl es mit Getreide beladen war. Transportiert werden sollte die Fracht von Wertheim ins belgische Merksem.
In Absprache mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg wurde der Frachter an der Schleuse Kleinostheim festgemacht. Dort warten Schiff und Besatzung nun auf einen Lotsen, der die entsprechenden sprachlichen Voraussetzungen erfüllt. Ferner wird hier die Gefahrgutkennzeichnung entfernt.
 
Auf den 55-jährigen Schiffsführer und seine 50-jährige Ehefrau kommen Verfahren wegen Verstoßes gegen die Schifffahrtsrechtlichen Vorschriften zu. Was die Ehefrau angeht, wird die Anzeige noch um den Tatbestand der Beamtenbeleidigung erweitert. Sie war offensichtlich mit den Maßnahmen der Beamten nicht einverstanden und betitelte sie mit nicht druckreifen Sprüchen. Die Äußerungen fielen zwar in französischer Sprache, jedoch waren die Beamten zweifelsohne in der Lage sie zu verstehen und zu übersetzen. Für das Strafverfahren wegen Beleidigung musste die Frau zu guter Letzt eine Sicherheitsleistung hinterlegen.
Ungeprüfte Originalmeldungen der Polizei
Main-Echo NEWS

Aktuelle Nachrichten aus deiner Region direkt auf dein Handy.