Polizei Würzburg

Betrunkener springt von Würzburger Friedensbrücke

Stadtgebiet Würzburg

Höchstleistung der Schutzengel nach Brückensprung

WÜRZBURG/ZELLERAU. Der Sprung von der Friedensbrücke in den Main hätte in einem Drama enden können. Aber der Mann hatte Glück und konnte sich schwimmend ans Ufer retten. Seine Schutzengel hatten dabei sicherlich maßgebliche Unterstützung geleistet.

Am Freitagnachmittag gegen 17:45 Uhr erreichte die Polizei der Notruf, dass soeben ein Mann von der Friedensbrücke aus in den Main gesprungen und nun nicht mehr zu sehen sei. Sofort rückten einige Polizeistreifen an, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Entgegen der ersten Behauptung war der Brückenspringer, ein 38 Jahre alter Würzburger, doch noch zu sehen. Er schwamm in der Nähe des Westufers mittig zwischen Friedensbrücke und Brücke der deutschen Einheit. Bei ihm war sogar ein zweiter Schwimmer.

Während der zweite sich mehr oder weniger mühelos ans Ufer begeben konnte, hatte der 38-Jährige dabei große Mühe. Mehrmals fiel er beim Versuch, das Ufer zu erklimmen, wieder ins Wasser zurück. Eine Polizeistreife konnte ihm aber schließlich helfen und ihn vom Ufer aus an Land ziehen.

Wie sich herausstellte, war der Brückenspringer mit 2,8 Promille überdeutlich alkoholisiert. Deshalb ließ er sich auch von seinen beiden Begleitern nicht von dem Sprung abhalten. Diese gingen dann beschleunigt zum Viehmarktplatz hinunter, um ihrem Kameraden zu helfen. So erklärte sich schließlich der zweite Schwimmer. Er war unterhalb der Friedensbrücke ins Wasser gegangen, um seinem Kumpel beizustehen - so die Erklärung des 25-Jährigen.

Der Brückenspringer, der bei seinem Tun ein erhebliches Quantum Glück verbraucht hatte, musste den restlichen Abend und den größten Teil der Nacht in polizeilichem Gewahrsam in der Ausnüchterungszelle verbringen. Ihn erwartet eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen schifffahrtsrechtliche Vorschriften, die mit einem Bußgeld geahndet werden wird.

Exhibitionist am helllichten Nachmittag

WÜRZBURG/FRAUENLAND. Auf dem Weg zur Universität begegnete einer jungen Frau ein Mann, der auf seltsame Art und Weise mit der Hand im Schrittbereich seiner Hose zugange war. Kurze Zeit später erkannte sie, dass der Mann sein Geschlechtsteil heraushängen ließ und daran manipulierte. Der Exhibitionist konnte trotz Fahndung unerkannt seinen Weg fortsetzen.

Bereits am Donnerstag gegen 17:00 Uhr ging eine 24-Jährige aus dem Landkreis Würzburg vom Wittelsbacherplatz in Richtung Trautenauer Straße. Sie kam an einem jungen Mann vorbei, der mit der Hand in der Hose auffällige Bewegungen vollzog. Die Frau wechselte die Straßenseite, wurde aber von dem Mann auf dem gegenüberliegenden Gehweg auf gleicher Höhe verfolgt.

Er suchte ständig den Blickkontakt zu der Landkreisbewohnerin. Schließlich bog er in die Methfesselstaße ein und blieb zunächst an einem Auto stehen. Hier konnte die Geschädigte den entblößten Penis des Mannes erkennen und seine eindeutigen Handbewegungen. Die junge Frau ging zunächst weiter und wählte erst dann den Notruf. Zwischenzeitlich war der Exhibitionist jedoch verschwunden.

Trotz einer schnellen und intensiven polizeilichen Fahndung mit mehreren Streifenwagen konnte der Mann nicht mehr ausfindig gemacht werden.
Er wird wie folgt beschrieben:
  • Ca. 1,75 Meter groß,
  • ca. 20 Jahre alt,
  • schlank,
  • kurze, helle Haare,
  • bekleidet mit einem orangefarbenen T-Shirt und
  • einer dunklen, knielangen Cargo-Hose.

Zeugen, Passanten oder Anwohner, denen der Mann ebenfalls aufgefallen ist, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 zu melden.

Abgewiesene Partygäste randalieren im Linienbus

WÜRZBURG/VERSBACH. Eine größere Schar hauptsächlich junger Leute fuhr mit dem Bus von Versbach zum Busbahnhof. Die Bilanz dieser Fahrt ist ernüchternd: herabgerissene Deckenleuchten, gestohlene Nothämmer und - zu allem Überfluss - Erbrochenes im Fahrgastraum.
Kurz nach Mitternacht (und somit am Samstagfrüh) stieg in Versbach eine Gruppe von etwa 60 bis 70 jungen Leuten, darunter viele Jugendliche, in den Linienbus in Richtung Haupt-/Busbahnhof. Die Leute kamen von einer Party, zu der sie eigentlich nicht eingeladen und deshalb in der Folge vom Gastgeber abgewiesen worden waren. Entweder war der Unmut über die Ausladung oder der Grad der Alkoholisierung oder gar beides dafür verantwortlich, dass die Leute im Bus vier Deckenleuchten und drei Nothämmer abrissen. Mindestens einer der Fahrgäste erbrach sich zudem in den Fahrgastraum.
Am Busbahnhof angekommen, stiegen alle aus. Erst jetzt bemerkte der Busfahrer den entstandenen Schaden. Die Nothämmer waren nicht auffindbar, weshalb von einem Diebstahl ausgegangen werden muss. Der Gesamtschaden wird auf wenigstens 500 Euro geschätzt.
Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt bittet unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 um sachdienliche Hinweise.

Schmiererei

WÜRZBURG/STEINBACHTAL. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zwischen 20:00 Uhr und 06:00 Uhr war in der Mergentheimer Straße ein Schmierfink unterwegs. Er verunstaltete mittels Sprühfarbe an einem Haus die Eingangstüre, ein Fensterbrett und einen Rollladen. Da es sich bei der Türe um ein hölzernes Portal, geschmückt mit Schnitzereien, handelt, ist der Schaden recht beträchtlich. Er wird auf ca. 1000 Euro geschätzt.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 gerne entgegen.

Autos beschädigt

Gleich zwei neue Fälle von Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen musste die Polizei gestern entgegennehmen.

WÜRZBURG/INNENSTADT. In der Stephanstraße auf einem größeren Parkplatz stand neben vielen anderen Fahrzeugen auch ein blauer Ford Focus. An diesem wurde am Donnerstag zwischen 14:30 Uhr und 16:45 Uhr die hintere Türe auf der Beifahrerseite auf Höhe des Türgriffs mittels eines tiefgehenden Kratzers beschädigt. Es wird hier von Sachbeschädigung und nicht von einer Unfallflucht ausgegangen. Die Schadenshöhe beläuft sich auf ca. 500 Euro.

WÜRZBURG/ALTER HAFEN. In der Veitshöchheimer Straße ganz in der Nähe eines großen Lichtspieltheaters hatte es ein Unbekannter auf einen silberfarbenen Renault Espace abgesehen. Allerdings ging der Täter hier ziemlich perfide vor. Er stellte am Donnerstag zwischen 09:00 Uhr und 13:30 Uhr eine Schraube so vor das rechte Vorderrad des Renaults, dass sich diese beim Losfahren in den Reifen bohrte. Nach Sachlage muss in diesem Fall von einem absichtlichen Tun ausgegangen werden. Der Schaden wird derzeit mit wenigstens 100 Euro beziffert.

In beiden Fällen ermittelt die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt und ist für Hinweise unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 dankbar.

Unfallfluchten

Die Würzburger Polizei wurde gestern auch wieder mit mehreren Fällen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort konfrontiert. Einige konnten noch vor Ort oder durch Zeugenaussagen geklärt werden, die anderen werden hier kurz skizziert:

WÜRZBURG/HEUCHELHOF. In der Den-Haager-Straße auf den Schrägparkplätzen war am Freitag zwischen 06:15 Uhr und 20:15 Uhr u. a. ein grauer Mazda Premacy geparkt. An diesem blieb ein unbekanntes, aber wohl weißes Fahrzeug hängen und verursachte an der Stoßstange hinten rechts eine ca. tellergroße Eindellung. Der Fahrer des unfallverursachenden Fahrzeugs entfernte sich unerkannt von der Unfallstelle. Die Schadenshöhe am Mazda wird mit ca. 1500 Euro angenommen.

WÜRZBURG/ZELLERAU. Folgenschwer war das Fehlverhalten eines unbekannten Fahrzeuglenkers in der Jägerstraße. Er kam am Freitag gegen 12:45 Uhr aus einer engen Gasse, die direkt an einen großen Biergarten angrenzt, und wollte nach links in die Jägerstraße einbiegen. Auf der Jägerstraße in Richtung Bohlleitenweg fuhr gleichzeitig ein 53-jähriger Motorradfahrer mit seiner Suzuki. Der Autofahrer nahm dem Suzukifahrer die Vorfahrt. Der Biker versuchte, durch Abbremsen und Ausweichen eine Kollision zu vermeiden. Dies gelang ihm auch, aber er kam bei dem Fahrmanöver zu Fall und zog sich infolge des Sturzes Prellungen an der linken Körperseite (Schulter, Hüfte, Bein) zu. Die Verletzungen mussten in einem Würzburger Krankenhaus ambulant behandelt werden. Der Sachschaden an der Suzuki wird auf mindestens 200 Euro geschätzt.
Zum Autofahrer und seinem Fahrzeug liegen bislang keine Erkenntnisse vor. Lediglich die Farbe des Pkw wird mit braun angegeben.

WÜRZBURG/HEUCHELHOF. In der Ossietzkystraße auf dem Parkplatz eines Bau- und Heimwerkermarktes kam es am Freitagabend gegen 19:45 Uhr zu einer Unfallflucht der besonderen Art. Der Unfallverursacher schob nämlich einen Einkaufswagen vor sich her und blieb damit an einem gelben Seat Leon hängen. Durch den Anstoß entstand an der Beifahrerseite am hinteren Radkasten eine Delle. Deren Reparatur dürfte mit ca. 500 Euro zu Buche schlagen. Obwohl der Unfall beobachtet worden war, ist die Person des Schadensverursachers noch unbekannt.

WÜRZBURG/LENGFELD. An der Einmündung der Werner-von-Siemens-Straße zur Nürnberger Straße wurde am Freitag zwischen 00:00 Uhr und 09:00 Uhr eine Fußgängerampel beschädigt. Beide Lampenschirme lagen abgerissen auf dem Boden. Die Leuchte für Grünlicht war aus ihrer Halterung herausgefallen und hing nur noch an einem Kabel. Nach Sachlage muss davon ausgegangen werden, dass ein größeres Fahrzeug beim Abbiegevorgang dem Ampelmast zu nahe kam und die Beschädigung verursachte. Kosten für die Reparatur: ca. 150 Euro.

Zu allen Unfallfluchten hat die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt die Ermittlungen aufgenommen und bittet unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 um sachdienliche Hinweise.

Ungeprüfte Originalmeldungen der Polizei Würzburg Ost/West

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