Auto gekauft - Kennzeichen geklaut - Zugekifft unterwegs

Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach

Leider an der Tagesordnung: zu wenig Abstand
Aschaffenburg. Weil zwei Autofahrer den erforderlichen Sicherheitsabstand nicht einhielten, krachte es am Mittwochabend auf der A 3 bei Aschaffenburg. Gegen 20.25 Uhr musste ein 53-Jähriger am Steuer eines Münchner Pkw Skoda auf der Fahrt in Richtung Frankfurt auf dem linken von drei Fahrstreifen verkehrsbedingt wegen langsamer vorausfahrenden Fahrzeugen abbremsen. Sein Hintermann, ein 43-Jähriger aus Österreich mit einem österreichischen Klein-Lkw Ford, musste deshalb ebenfalls abbremsen.

Dabei bemerkte der Fahrer bereits beim Anbremsen, dass die Verzögerung nicht mehr reichen würde. Er wich daher ruckartig nach rechts bis auf den Standstreifen aus, um einem Auffahrunfall zu entgehen. Der wiederrum nachfolgende 41-jährige Fahrer eines Pkw Audi aus Frankfurt erkannte die Verkehrssituation zu spät und fuhr dem Münchner Skoda mit erheblicher Wucht ins Heck.

Dabei schleuderte er den Skoda nach rechts, wo er schließlich quer zur Fahrtrichtung halb auf dem Stand- und halb auf dem ersten Fahrstreifen zum Stehen kam. Der Pkw Audi kam nach dem Aufprall auf den Skoda zunächst nach links und kollidierte mit der Betonwand in der Fahrbahnmitte. Anschließend schleuderte er nach rechts und stieß dem auf dem Standstreifen fahrenden österreichischen Ford in die linke Seite. Diesen drückte er dabei gegen die rechte Außenleitplanke. Schließlich kam der Audi ebenfalls quer zur Fahrtrichtung auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen.

Dem Skoda-Fahrer gelang es, sein Fahrzeug sicher auf dem Standstreifen anzuhalten. Trotz des heftigen Aufpralls wurde zum Glück niemand verletzt. Der Pkw Audi und der Pkw Skoda erlitten Totalschaden. Sie mussten abgeschleppt werden. Der österreichische Klein-Lkw Ford blieb fahrbereit. Die Schadenssumme beläuft sich auf etwa 85.000 Euro. An der Unfallstelle kamen auch Kräfte der Feuerwehr zum Einsatz. Sie sicherten die Unfallstelle ab und leuchteten sie aus. Ferner waren sie beim Räumen der Unfallstelle behilflich. Kräfte des vorsorglich alarmierten Rettungsdienstes waren ebenfalls vor Ort. Sie brauchten aber nicht tätig zu werden. An der Unfallstelle waren der rechte und mittlere Fahrstreifen für etwa 90 Minuten gesperrt. Der Verkehr wurde währenddessen links über den dritten Fahrstreifen vorbeigeleitet. Es bildete sich ein Rückstau von etwa 2 Kilometern Länge.
 
Auto gekauft - Kennzeichen geklaut - zugekifft unterwegs
Aschaffenburg. Für einen 28-jährigen aus Aschaffenburg endete am Mittwochabend die Fahrt mit einem VW Golf von der A 3 kommend am Ortseingang von Aschaffenburg. Hier stoppten ihn Autobahnfahnder im Zusammenwirken mit Kräften der Polizeiinspektion Aschaffenburg und des Operativen Ergänzungsdienstes Aschaffenburg (ehemals „Einsatzzug Aschaffenburg“).

Den Autobahnfahndern war der VW mit Darmstädter Kennzeichen gegen 20.30 Uhr bereits auf der A 3 aus Richtung Frankfurt kommend aufgefallen. Beim Nachfahren in Richtung Aschaffenburg über die B 8 ergab eine Kennzeichenüberprüfung im Fahndungscomputer, dass die Kennzeichen seit Montag dieser Woche im benachbarten Hessen als gestohlen gemeldet sind. Mit dieser Erkenntnis klickten bei dem 28-Jährigen dann am Ortseingang von Aschaffenburg die Handschellen.

Wie die weiteren Ermittlungen und die eigenen Einlassungen des Mannes ergaben, hat der in Hessen arbeitende Mann den VW vor einer Woche dort regulär gekauft. Weil er es „eilig“ hatte, mit diesem Pkw täglich zur Arbeit zu fahren und er das Zulassungsverfahren nicht abwarten wollte, entwendete er die Darmstädter Kennzeichen von einem geparkten VW und brachte sie an seinem Fahrzeug an.

Ohne Zulassung, ohne Versicherungsschutz und ohne die fällige Kfz-Steuer zu zahlen fuhr er dann bis zum gestrigen Mittwoch zur Arbeit. Kurios ist dabei, dass er seinen Pkw eigentlich gestern regulär zugelassen und eigene Aschaffenburger Kennzeichen zugeteilt bekommen hatte.  Zum Verhängnis wurde ihm, dass er die neuen Kennzeichen nicht sofort gegen die Darmstädter ausgewechselt hatte. Wie sich im Zug der weiteren Fallbearbeitung ergab, stand der Mann bei der Anhaltung unter Drogeneinfluss.

Nachdem er drogentypische körperliche Auffälligkeiten zeigte und ein Drogenvortest positiv ausfiel, musste er sich einer Blutprobe unterziehen. Sein Pkw wurde zur Unterbindung der Weiterfahrt sichergestellt. Auf den Mann kommt ein umfangreiches Strafverfahren zu. Dieses beinhaltet die Delikte Diebstahl, Fahren ohne Zulassung, Fahren ohne Versicherungsschutz, Hinterziehung der Kfz-Steuer, Urkundenfälschung und Fahren unter Drogeneinfluss. Nach der Anzeigenaufnahme wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach
 
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