Verfolgungsjagd von Marktheidenfeld nach Trennfeld

Auf Polizisten zugerast - Mit Mutters Auto auf Kamikaze-Fahrt

Wenige Minuten vor zwei Uhr fiel der Mercedes einer Streifenbesatzung der Marktheidenfelder Polizei auf dem Weg zum Marktplatz auf. Ein Aufforderung zum Anhalten ignorierte der junge Mann, fuhr statt dessen entgegen der Fahtrichtung in eine Einbahnstraße. Einen weiteren Stopp-Versuch konterte er, indem er direkt auf einen Polizeibeamten zuraste. Der Polizist sprang im letzten Moment zur Seite. Immerhin: Dabei erkannten die Beamten den Fahrer.

Der junge Mann flüchtete nun Richtung Würzburg und verschwand mit hoher Geschwindiglkeit im nächtlichen Nebel. Die Marktheidfelder Streifenbesatzung verlor den Mercedes.

Kurz darauf entdeckte eine Wertheimer Streifenbesatzung das gesuchte Auto. Allerdings ließ sich der Fahrer auch in Wertheim nicht von den Polizisten stoppen. Er umfuhr mehrere Sperren und raste weiter über Kreuzwertheim und Rettersheim nach Trennfeld. Dort beendete der junge Mann in der Hauptstraße seine Fahrt und stieg aus seinem Auto aus. Die Beamten aus Baden-Württemberg nahmen den 19-Jährigen fest und übergaben ihn ihren Kollegen aus Marktheidenfeld.

Der Mann wurde dann zur Dienststelle gebracht, wo ein Alkotest durchgeführt wurde. Dabei ergab sich ein Wert von knapp 1,4 Promille. Danach wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die in diesen Fällen sonst übliche Sicherstellung des Führerscheins erübrigte sich, denn der Beschuldigte ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Wie sich herausstellte, war der Heranwachsende mit dem Auto seiner Mutter unterwegs. An den Schlüssel gelangte er, weil er angeblich CD's aus dem Fahrzeug holen wollte. Aufgrund einer offensichtlich psychischen Erkrankung wurde der 19-Jährige noch in der Nacht in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Gegen ihn wurde zudem ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. red

Audiobericht der Polizei Unterfranken: Karl-Heinz Schmitt

 

 

Ungeprüfte Originalmeldung der Polizei Unterfranken
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