Bessenbach

A3: Polizei-Hund erschnüffelt große Menge Drogen

Verkaufswert im sechsstelligen Bereich

Der 66 Jahre alte Mann, in dessen Auto die Drogen gefunden wurden, sitze seit Samstag in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Straßenverkaufswert der Betäubungsmittel liegt laut Polizeisprecher Michael Zimmer »sicher im sechsstelligen Bereich«.

Gegen 10.30 Uhr kontrollierte eine Zivilstreife der Fahndungskontrollgruppe der Verkehrspolizei den Seat des Mannes. Umbauten im Innenraum des Autos kamen den Beamten verdächtig vor. Ein Diensthundeführer und Drogenspürhund Remus wurden hinzugerufen. Der Vierbeiner erschnupperte ein laut Zimmer »bis dahin wohl gutes Versteck für Rauschgift«.

Die rund 18 Kilo Amphetamin, die unter anderem darin waren, bezeichnet Zimmer als »eine der größten sichergestellten Mengen an Amphetamin der vergangenen Jahre am Untermain«. Der 66-jährige Autofahrer, ein polnischer Staatsangehöriger, gab an, in Brandenburg zu wohnen – eine Lüge. »Bei solchen Funden werden Anschlussermittlungen geführt. Beispielsweise werden die Wohnungen der Tatverdächtigen durchsucht«, erläutert Zimmer.

Die Kollegen der Polizei in Brandenburg hätten den hiesigen Beamten aber mitgeteilt, dass der Mann an der angegeben Adresse nicht wohne. Die Polizei spricht von einem Scheinwohnsitz. Der 66-Jährige wurde festgenommen und am Samstag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an.

Katrin Filthaus

Main-Echo NEWS

Aktuelle Nachrichten aus deiner Region direkt auf dein Handy.