Lastwagen-Unfall in Baustelle der Haseltalbrücke

A3 knapp drei Stunden voll gesperrt - Eine Leichtverletzte

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Bilderserie: Ralf Hettler

Kurz vor 2.30 Uhr war ein 38-jähriger deutscher Brummipilot mit seiner österreichischen Zugmaschine und polnischem Auflieger auf der A3 in Richtung Würzburg unterwegs. Am Ende der Gegenverkehrsstrecke an der Baustelle der Haseltalbrücke kam der Zug in der Überleitung auf nasser Fahrbahn ins Rutschen. Er prallte gegen die Betongleitwand, die die beiden Richtungsfahrbahnen voneinander trennt und schob diese massiv in die Fahrbahn des Gegenverkehrs hinein. Die 51-jährige Fahrerin eines Sattelzuges aus Darmstadt (mit einem Auflieger aus Rosenheim) konnte auf der Gegenrichtung der Betonwand nicht mehr ausweichen und fuhr dagegen.

Der Österreichische Zug blockierte anschließend mit eingeknickter Zugmaschine die Richtungsfahrbahn Würzburg, der Zug aus Darmstadt und die verschobene Betonwand die Richtungsfahrbahn Frankfurt. Durch diese Konstellation war die Vollsperrung der A 3 in beiden Richtungen "perfekt".

Die Fahrerin des Darmstädter Zuges wurde beim Anprall gegen die Betonwand in ihrem Führerhaus leicht verletzt. Ein Notarzt versorgte sie vor Ort. Die Einlieferung in ein Krankenhaus war nicht erforderlich. An der österreichischen Zugmaschine schlug beim Anprall gegen die Wand einer der Tanks leck und Treibstoff lief aus. Die Feuerwehr band das ausgelaufene Dieselöl und verhinderte , dass weiterer Kraftstoff austrat. Wegen des ausgelaufenen Diesels wurde ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes hinzugezogen, um bei möglichen Umweltgefahren eingreifen zu können.

Der Zug aus Österreich war nacch dem Unfall nicht mehr fahrbereit. Zu seiner Bergung musste ein Autokran an die Unfallstelle gebracht werden. Der Zug aus Darmstadt konnte die Fahrt selbständig fortsetzen. Nach dem Abtransport des Unfallzuges mussten Mirtarbeiter der Autobahnmeisterei und der Baustellensicherungsfirma die Mittelabtrennung zwischen den Richtungsfahrbahnen wieder aufbauen. Bis zum Abschluss der Aufräumarbeiten gegen 05.20 Uhr waren beide Richtungsfahrbahnen voll gesperrt. Der Verkehr wurde an den Ausfahrten Rohrbrunn und Marktheidenfeld ausgeleitet und über die Staatsstraße 2308 geführt. Vor den Ausleitungen staute sich der Verkehr zeitweilig bis zu 10 Kilometer.

Die Ladung der Sattelzuges aus Darmstadt bestand aus Getränken, die des österreichischen Zuges aus Sammelgut. Darunter befand sich auch ein geringer Teil an Gefahrgut. Es gelangte aber kein Gefahrgut in die Umwelt.

Die Schadenshöhe beträgt etwa 95.000 Euro.

Die Sperre anlässlich der Sprengungen der letzten beiden Pfeiler der alten Haseltalbrücke gegen 19 Uhr verlief dagegen ohne besondere Vorkommnisse. Für 20 Minuten wurde der verkehr angehalten. In dieser Zeit bildete sich in beiden Richtungen ein Stau von etwa fünf Kilometern Länge. Die Staus lösten sich mit der freigabe der Fahrspuren relativ schnell wieder auf.

Auffahrunfall im Stau

Im Stau nach dem Lastwagenunfall bei der Haseltalbrücke kam es gegen 03.20 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Frankfurt zu einem weiteren Unfall. Dabei musste der Fahrer eines Sattelzuges aus Duisburg wegen des Staus abbremsen. Der Fahrer eines nachfolgenden Lastzuges aus Bamberg konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten. Um nicht aufzufahren, wich er in letzter Sekunde nach rechts auf den Standstreifen aus und versuchte, an dem Vordermann vorbeizufahren. Dabei kam sein Anhänger ins Schleudern und krachte gegen das Heck des Duisburger Zuges. Schadenshöhe: 15.000 Euro. Obwohl insbesondere der Anhänger des Bamberger Zuges dabei stark beschädigt wurde, waren beide Fahrzeug noch so weit fahrbereit, dass sie selbständig in eine Werkstatt fahren konnten.

Verkehrspolizei Aschaffenburg/Hösbach

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