Bessenbach/Waldaschaff/Hösbach

A3: Behinderungen durch Orkantief - Bäume auf der Fahrbahn

Unfallstellen sind geräumt

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In Wiesenfeld kracht Baum in Haus

Im Karl­stad­ter Stadt­teil hat Sturm­tief Bur­g­lind ei­ni­gen Scha­den an­ge­rich­tet. Ein Baum in ei­nem Vor­gar­ten in der Re­ck­en­tal­stra­ße fiel auf ein Haus und schlug das Fens­ter ein. Die Orts­durch­fahrt muss­te die Feu­er­wehr kurz­fris­tig sper­ren, weil Zie­gel von den Dächern ge­fal­len wa­ren.
In einer alten Scheune klafft jetzt ein größeres Loch, aber sie sollte ohnehin abgerissen werden. In einem anderen Scheunenanwesen kontrollieren die Besitzer, ob noch mehr Ziegeln locker sind. Auch rund um die Kirche hat die Feuerwehr vorsorglich Absperrbänder gezogen, weil auch dort Ziegeln herunter gekommen sind.

sys

Straßensperrungen im Main-Spessart-Kreis

Aufgrund umgestürzter Bäume sind die MSP 19 (zwischen Bayerischer Schanz und Ruppertshütten), die MSP 21 (zwischen Bischborner Hof und Neuhütten) sowie die MSP 26 im Hafenlohrtal (zwischen Windheim und Lichtenau) gesperrt.

Die Aufräumarbeiten an der MSP 19 und MSP 21 laufen. Die MSP 26 muss heute den ganzen Tag gesperrt bleiben.

Der Sturm hat Bäume entwurzelt, die die Feuerwehren von Rechtenbach und Neuhütten von der Fahrbahn räumen muss. Die Ortsdurchfahrt Wiesenfeld war bis etwa 9.15 Uhr wegen Aufräumarbeiten komplett gesperrt. In Steinbach am Ufer des Buchenbach hat es einen großen Baum entwurzelt. Der Bauhof der Stadt Lohr ist vor Ort.

Harald Merz, Kreisbrandinspektor für den Bereich Lohr, erläuterte, weshalb die Bäume reihenweise umfielen: Durch den vielen Regen sei der Boden aufgeweicht, so dass die Baumwurzeln keinen festen Untergrund hätten. Es waren bis jetzt acht Wehren mit rund 60 Einsatzkräften unterwegs. Gegen 12 Uhr scheint das Gröbste vorbei zu sein, Merz sagt aber: »Wir sind parat.«

In Rechtenbach hat der Wind etliche gelbe Säcke, die an diesem Mittwoch geholt werden sollen, und deren Inhalt auf der B26 verteilt. Tief Burglind hat reichlich Regen gebracht, die Gräben entlang der Straßen sind vielerorts randvoll mit Wasser.

Unfälle Sperrungen und Staus im Raum Aschaffenburg

In Heimbuchenthal war die Hauptstraße aufgrund eines Erdrutsches gesperrt, meldete uns ein Leser über Whatsapp. Die Feuerwehr war dort seit 11.30 im Einsatz. Die Hauptstraße Heimbuchenthal ist inzwischen  einseitig wieder befahrbar. (Stand 13.20 Uhr)

Gegen 07.45 Uhr war auf Höhe der Anschlussstelle Bessenbach/Waldaschaff ein Baum auf die Fahrbahn der A3 gestürzt. Ein Lastfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit seinem mit 15 Tonnen Metallrohren beladenen Sattelzug gegen das Geäst. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Lastzug musste abgeschleppt werden. Die Feuerwehr kümmerte sich um das Entfernen des Baumes von der Fahrbahn. Der Verkehr staut sich auf bis zu fünf Kilometer, auch die Einhausung Hösbach war blockiert.

In die Gegenrichtung auf der A3 zwischen Aschaffenburg und Stockstadt war es zu einem Unfall auf der rechten Spur gekommen.

Zwischen B essenbach/Waldaschaff und Weibersbrunn kam es zu einem Unfall.

Im Stadtgebiet Aschaffenburg stürzten mehrere Bäume auf den Bessenbacher Weg.

Zwischen Wertheim/Lengfurt und Helmstadt ist ein weiterer Sattelzug verunfallt. Die Strecke war voll gesperrt, es staut sich bis auf  fünf Kilometer. Die Unfallstelle ist inzwischen passierbar.

Personen kamen mit Stand 10.30 Uhr in unserer Region nicht zu Schaden.

Kreisbrandinspektor Thomas Rollmann äußert sich in einer Pressemitteilung zum Unwetter-Geschehen im Raum Aschaffenburg: "Die Feuerwehren mussten bislang zu 13 unwetterbedingten Einsätzen ausrücken. Es waren rund 80 Feuerwehrleute im Einsatz. Umgestürzte Bäume waren der Einsatzschwerpunkt. Im Laufe des Tages können noch Einsätze hinzukommen, da weitere Bäume umzustürzen drohen."
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Im Kreis Miltenberg sind die Wehrleute nach Auskunft von Kreisbrandrat Meinrad Lebolb knapp 30 mal ausgerückt. Auch hier ging es in der Regel um umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten oder wie in Klingenberg-Trennfurt eine Garage beschädigt hatten. Die Integrierte Leitstelle mit Sitz in Aschaffenburg habe frühzeitig mehr Personal in den Dienst geholt und auch die Einsätze im Kreis Miltenberg koordiniert, so dass dies nicht von Ehrenamtlichen erledigt werden musste. Dies sei gut abgelaufen.
Mittlerweile seien einige Radwege am Main wegen Hochwassers gesperrt. Lebold rät zur Vorsicht, wenn Bürger mit dem Auto durch Waldgebiete fahren. Auf den Spaziergang im Wald sollte verzichtet werden, da durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume Gefahr bestehe.


Wir berichten weiter. nle/kick/re/Polizei Unterfranken


 
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